Kochfelder
Quelle: VZug
Checkliste für den Kauf von Kochfeldern
- Kochen mit Induktion hat sich zur fortschrittlichsten Kochtechnik entwickelt. Anders als beim traditionellen Prinzip der Wärmeübertragung durch Leitung und Strahlung erzeugt die Induktion die Wärme durch ein elektromagnetisches Feld direkt im Kochgeschirr. Voraussetzung dafür sind allerdings Töpfe aus magnetisierbarem Material wie Gusseisen oder magnetischer Edelstahl.
- Kochen mit Gas bringt ähnliche Vorteile wie Induktion und ist mindestens so effizient, allerdings nur zusammen mit einem Elektrobackofen, Gasbacköfen sind sehr uneffizient. Gas verbraucht nämlich weniger Primärenergie als Strom und reagiert ebenso schnell auf Regulierungen wie Induktion.
Vorteile von Induktion
- Ankochen geht rund 25% schneller und benötigt daher auch weniger Energie.
- Die Kochzone reagiert ähnlich wie bei Gas ohne Verzögerung auf Veränderungen der Heizleistung. Dies ermöglicht feines und schnelles Regulieren.
- Keine Verbrennungen auf den Herdplatten, die Platte bleibt (fast) kalt .Dies ist auch in einem Haushalt mit Kleinkindern ein Vorteil.
Nachteile von Induktion
- Höhere Anschaffungskosten, welche nicht durch die Energie-Einsparungen amortisierbar sind, andere Vorteile müssen die Mehrkosten «tragen».
- Erforderlich sind Töpfe mit Eisenboden bzw. –Einlage (evtl. Zusatzkosten). Ist allerdings seit einiger Zeit bei guten Töpfen ohnehin Standard. Test: ein Magnet muss gut haften.
- Es gibt Modelle mit hohem Standby-Stromverbrauch. Die Modelle von www.topten.ch haben einen Standby-Verlust von maximal 1 Watt.
- Elektromagnetische Felder. Die Frequenz ist im Vergleich zu Mikrowelle oder Handy allerdings unkritisch. Herzschrittmacher reagierten in einem Test nicht.
Anwendungs-Ratgeber
- Deckel auf den Topf, Energie zurückdrehen bis nur noch wenig Dampf entweicht
- Isolierpfannen einsetzen
- Backofen zurückhaltend und womöglich mit Mehrfachnutzung (Heissluft: Etagen) einsetzen
- Gute Planung erlaubt oft, eine Platte weniger aufheizen zu müssen
- Spezialkochgeräte einsetzen, wo sinnvoll; dabei möglichst auf Stand-by Betrieb verzichten.
- Tiefgekühltes möglichst nicht auf dem Herd oder in der Mikrowelle und schon gar nicht im Back-ofen auftauen. Wer die Gefrierkälte nochmals nutzen will, legt Aufzutauendes einen Tag zum Voraus oben in den Kühlschrank (in Schale, tropft).

